Das Flaggenwettspiel ist eine kreative Spielform im Golf, bei der nicht der Score, sondern die zurückgelegte Distanz im Vordergrund steht. Jeder Spieler erhält eine individuelle Schlagzahl – bestehend aus Par des Platzes + persönlichem Handicap. Ziel ist es, mit dieser Anzahl an Schlägen möglichst weit zu kommen. Am Ende platziert man seine Fahne dort, wo der letzte Schlag zur Verfügung stand.
Wer mit seinen Schlägen weiter kommt – im Idealfall sogar über das 18. Loch hinaus –, gewinnt. Spielt man über das 18. Grün hinaus, setzt man auf Bahn 1 fort, bis alle Schläge verbraucht sind.
Die Spielform ist nicht handicap-relevant, obwohl das Handicap eine zentrale Rolle bei der Berechnung der Schlagzahl spielt. Gespielt wird in der Regel wie beim Zählspiel – die Regeln zur Spielfolge und Ballführung bleiben bestehen. Strafschläge wirken sich direkt auf die zur Verfügung stehenden Schläge aus.
Strategisch ist das Flaggenwettspiel eine Frage von Konstanz und Risikomanagement: Wer unnötige Fehler vermeidet, effektiv spielt und seine Schläge optimal nutzt, kann mehr Strecke machen. Besonders auf den letzten Löchern lohnt es sich, nicht zu viel zu riskieren – denn der letzte Schlag kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Das Flaggenwettspiel ist eine unterhaltsame, faire und etwas andere Turnierform, die Golfern aller Spielstärken die Chance auf ein gutes Ergebnis gibt – unabhängig von klassischen Scores.