Was passiert, wenn ein Ball in Bewegung eine Person, ein Tier oder einen Gegenstand trifft? Regel 11 regelt genau diese Situationen. Grundsätzlich gilt: Trifft der Ball versehentlich etwas oder jemanden, ist das meist straflos. Nur in wenigen Ausnahmen – etwa wenn zwei Bälle auf dem Grün liegen und einer den anderen trifft – gibt es eine Strafe.
Wenn der Ball auf einer Person oder einem Objekt zur Ruhe kommt, darf er nicht gespielt werden, wie er liegt, sondern muss neu gedroppt oder gelegt werden, je nach Lage. Wird der Ball vom Grün gespielt und trifft einen anderen Ball oder eine bestimmte Person auf dem Grün, muss der Schlag wiederholt werden.
Kritisch wird es, wenn der Ball absichtlich abgelenkt oder gestoppt wird. In diesem Fall zieht der Spieler, der den Eingriff verursacht hat, die Grundstrafe – egal, wessen Ball es war. Auch das absichtliche Verändern der Umgebung (z. B. Niederdrücken von Gras oder Entfernen von Ästen) ist untersagt, wenn der Ball bereits rollt.
Regel 11 ist damit eine der wichtigsten Schutzregeln für den fairen Wettbewerb. Sie erfordert gute Beobachtung, Wissen um die korrekte Anwendung – und manchmal Geduld, wenn unvorhergesehene Dinge passieren.
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