Die meisten Golfer glauben: Ball aufnehmen heißt Ball reinigen dürfen.
Meistens stimmt das. Aber nicht immer.
Und genau in den Ausnahmen entstehen Strafschläge, die vermeidbar gewesen wären.
Auf dem Grün ist Reinigen immer erlaubt (Regel 13.1b). Auch im Gelände gilt: Wurde der Ball korrekt aufgenommen, darf er gereinigt werden.
So weit, so einfach.
Aber: Im Gelände ist Aufnehmen selbst der seltenere Fall. Es braucht einen Grund – Erleichterung, Identifizierung, Beeinträchtigung. Erst wenn du aufnehmen darfst, stellt sich die Frage nach dem Reinigen.
In diesen Situationen ist Reinigen nicht erlaubt – weil der Ball eine Funktion erfüllt:
Wer trotzdem reinigt: ein Strafschlag. Der Ball muss korrekt zurückgelegt werden (Regel 14.2).
Im Vierer und Vierball darf auch der Partner den Ball reinigen, wenn er ihn aufnimmt. Seine Handlung zählt als die des Spielers (Regeln 22.2 und 23.5).
Reinigen ist fast immer erlaubt. Aber „fast immer" bedeutet: Es gibt Situationen, in denen ein Automatismus zum Problem wird. Wer die Ausnahmen kennt, spielt sicherer. Wer sie versteht, trifft bessere Entscheidungen auf dem Platz.
Regeln sind umfangreich. Golfer, die Regeln nicht nur kennen, sondern anwenden wollen, wählen die Par72.Golf Pro-Mitgliedschaft.